Trotzdem juckte es in den Fingern ein solches Modell zu fliegen. Da fand ich den Velocity II von Thunder-Tiger. Ein passender Motor und Regler waren im Baukasten für knappe 100 Euro dabei. Ein wares Schnäppchen. Das Modell ist ein Projeti-Klon, wobei die Winglets am Flächenende sitzen und nicht wie beim Projeti auf der Flächenmitte.

Wer schon einmal einen Projeti gebaut hat, der wird keine Probleme mit dem Velocity haben...
Das Modell kommt komplett aus dem Karton. In meiner Version war ich etwas überrascht, das der Nuri in zwei Hälften ankam. Laut Internet-Recherche war ich davon ausgegangen einen fertigen Rumpf zu erhalten. Aber da selbst eine ausreichende Menge an 5-Minuten-Epoxy im Baukasten enthalten war, konnte man die mehr als passgenau vorhandenen Flächen- / Rumpfhälften sehr schnell zusammenfügen.
Die tiefgezogenen Kunststoffteile werden mit der Lexanschere vom überschüssigen Material befreit. Dann kommt der Dremel zum Einsatz um die Öffnungen für die Kühlluft anzubringen.
Die sehr detailliert in deutsch vorliegende Bauanleitung lässt keine Fragen offen. Nach zwei gemütlichen Bastelabenden steht das Modell flugfertig auf dem Tisch.
Besonders gut gefällt der pfiffige Motorträger, der nicht nur Innenläufer sondern auch den im Baukasten enthaltenen Außenläufer aufnehmen kann. Wer mehr Speed möchte, kann hier wohl alle Varianten der 400er Klasse verbauen.

Im Fotoalbum finden sich weitere Bilder zu dem Modell. Wer zwischen einem Projeti und der Velocity schwankt, der sollte zur Velocity greifen. Wo sonst bekommt man für ca. 100 Euro ein schickes Modell mit einem sehr laufruhigen und drehfreudigen brushless Außenläufen inkl. Regler.
Man muss nur noch Servos und Akku beilegen und dem Flugspaß steht nichts im Wege.
Über Pfingsten habe ich die ersten 3 Runden mit dem Modell gedreht. Das Modell liegt hervorragend in der Luft. Es folgt den Steuerbefehlen absolut ruhig. Ich habe meinen Sender mit 60% Expo für Querruder, und 45% Expo für Höhenruder programmiert. Damit ist das Modell butterweich durch alle Figuren zu bewegen.
Starten sollte man das Modell aber nicht allein. Ein Freund mit kräftiger Wurfhand sollte schon mit auf den Flugplatz kommen um den Flieger seinem Element zu übergeben. Dann steht dem Spaß aber nichts mehr im Wege.